INDIGONIA

 

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INDIGONIA

*Das Malen und Schreiben eigener Inspirationen sind meine Musen.

Über einen Austausch mit Gleichgesinnten würde ich mich freuen.*

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Über

Ich male und schreibe, weil dies Dinge sind, die mich auf wundersame Art entspannen und ich mich damit sehr wohlfühle. Da kann ich "ICH" sein, ganz mit mir allein.


 

 



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Blog

Weihnachten

 
 
 
 
„Dieser Weihnachtsgast ist ein Mann namens Ruster. Ehedem ein fescher Musikus, der auf anderer Leute Kosten ein kommodes Leben geführt hat. Nun aber, im Alter, hat der Branntwein seinen Charme so gut wie ausgelöscht. Im Norden Schwedens zieht er müde von einem Gutshof zum anderen und verdingt sich als Gelegenheitsarbeiter. Früher überall gern gesehen, fällt er nur noch zur Last. Mitte Mitte Dezember kommt er zu Liljecrona, einem Gutsherren und Freund aus alten Tagen. Der gibt ihm eine leichte Arbeit. Doch Rusters Erscheinen bedrückt die Stimmung der Hausherrin: sie hat sich so viel Mühe mit der Vorbereitung des Weihnachtsfestes gemacht. Der Gedanke, der Trunkenbold könne über die Festtage in ihrem Haus bleiben, ruft bei ihr deutliches Mißfallen hervor. Entsprechend abweisend und ungeduldig verhält sie sich. Als aber Ruster, dem das nicht verborgen bleibt, zwei Tage vor Weihnachten aufbrechen will, spürt die Gutsherrin: sie hat den einstigen Freund durch ihre Ungeduld gekränkt. Sie bittet ihn, zu bleiben und auf ihre beiden kleinen Kinder aufzupassen, deren Lebhaftigkeit sie bei den letzten Weihnachsvorbereitungen störe. Zwischen den Kindern und Ruster entwickelt sich eine Freundschaft und Ruster wird von den Gutsherren als Hauslehrer der beiden Nachkömmlinge engagiert. Auf die Trink-Leidenschaft angesprochen, antwortet die Mutter: Der Herrgott wagte es auch, seinen Sohn unter uns Sünder zu setzen.“
unbekannt
 
Diese Geschichte könnte wahr werden, wenn wir öfter mal über unseren eigenen Schatten springen, unsere Voreingenommenheit ablegen  sowie uns an das Wort "Mitmenschlichkeit" erinnern würden.
 
In diesem Sinne wünsche ich allen, die hier vorbeischauen ein schönes Weihnachtswochenende und ein zufriedenes Jahr 2011.
 
Indigonia
23.12.10 17:59


Schenken macht Freude

 

 

 

Falls es euch unangenehm ist, heute auf das Thema Weihnachtsgeschenke gestoßen zu werden, lest einfach nicht weiter. Ich halte das aus. Es ist völlig normal für mich, dass ich mit dem Thema entweder zu früh oder zu spät bin.

Gestern sah ich sie schon - eigentlich unglaublich und doch Realität - die ersten hässlich blinkenden Weihnachtslichter in Fenstern, an Hausfassaden und in Vorgärten.Wir haben ja auch schon den 11. November...man kann nicht früh genug damit anfangen.

Aber ich will nicht abschweifen. Als ich im Juli 2008 schon fast alle Weihnachstgeschenke hatte und das einigen Kollegen/innen erzählte, sagten sie "Hast du sie noch alle?" Eine Antwort bekamen sie nicht von mir.

Im letzten Jahr habe ich dann alles komplett anders gemacht. Ich hielt mich extrem lange zurück. Man schrieb schon den 2o. Dezember und ich hatte noch kein einziges Geschenk. Wie ich das überhaupt aufgrund meines Kontrollzwangs bis dahin schadlos überstanden hatte, weiß ich auch nicht mehr. Am 20. Dezember noch kein Geschenk zu haben, bedeutete den totalen Kontrollverlust.

Vor allem, weil die Versuchungen am Wege lauerten und ich beispielsweise an einem schwülwarmen Tag Ende Mai einen angenehm heruntergesetzten Schmuckkarton entdeckte: Fläschchen Tosca, Stück Tosca-Seife, ausgeschlagen mit fast echter azurblauer Seide. Ich dachte, die gäbe es gar nicht mehr und fand, es sei für 9,90 € ein wunderbaren Tauschobjekt für die abgelaufenen Pralinenkästen, die meine einzige noch lebende Tante seit Jahren nicht müde wird, mir zu Weihnachten zu schicken. Aber ich wollte es ja anders machen. Verdrossen ging ich weiter; mein auferlegtes Verbot hing über mir wie ein Schwert am seidenen Faden - oder wie eine Badezimmerseife an der Kordel.

Es folgten weitere Versuche, aber ich blieb stark. Stark, als ich einen hübschen Ring im Schaufenster eines alt eingesessenen Pfandhauses Mitte August sah. Stark, als meine Tochter im September bei einem Bummel in einem kleinen Städtchen eine Handtaschenfarbe lobte.

Als ich am 21. Dezember auszog das Schenken zu lernen (der 20. war ein Sonntag und es war ein schlimmer Sonntag, denn offiziell unterhielt ich mich mit meinen Kaffeegästen, aber inoffiziell dachte ich nur, wie schaff`ich das bis Heiligabend mit der Handtasche, dem Ring und den 15 anderen Teilen...) blickte ich in den schrecklichen Abgrund hektischen Konsums.

Ein gut aussehende Frau sagte zu einem Buchhändler: "Ich stelle mich schon mal in die Schlange vorm Packtisch. Bitte holen Sie irgendwas von der Bestsellerliste für einen Mann. Bitte, irgendwas." Den Blick des Buchhändlers vergesse ich nicht. Er war ja auch ein Mann und dachte sicher: gut, nicht ihrer zu sein.

Wäre die Frau nicht gutaussehend gewesen, ich hätte sie für mein Spiegelbild gehalten. Gemeinsam mit hunderten solcher Lemminge mit frisch abgehobenem Geld und einem Zettel stichwörtlicher Hilflosigkeit (Uhr, Tasche, Buch, was Persönliches) stürtze ich mich soeben eine Klippe hinunter. Beim Hinabstürzen hielten wir uns an allem fest, was bunt und verpackt Halt versprach: echte Mozartkugeln, Parfüms, die nach Schlagersängern benannt waren, Kaffeeroboter mit Kegelmahlwerk. Je tiefer wir sausten, desto teurer wurde es...

Der Aufprall kam dennoch. Der Pfandleiher erinnerte sich gut an den Ring. Er hatte ihn Ende August verkauft und sagte, während er mir einen Dominostein anbot: "So was kriegen wir nie wieder." Wenigstens ergatterte ich eine sehr teure Handtasche. Bei der Bescherung hörte ich meine Tochter raunen: "Ich hatte doch blau gesagt!"

Daraus habe ich gelernt. In diesem Jahr habe ich schon wieder alles. Schon lange, ihr etwa nicht? Ich hätte da eine wunderbare braune Damenhandtasche, die ich euch vielleicht sogar etwas günstiger lassen könnte...

Indigonia

 

 

11.11.10 10:37


Worte

 Worte

aus Buchstaben

sinngebend

zusammengesetzt

 

erste Worte

starke Worte

liebe Worte

tröstende Worte

verletztende Worte

täuschende Worte

böse Worte

letzte Worte

 

 Worte

wie oft können sie

verbinden

entzweien


 Worte

 geschrieben

oder

gesprochen

sind wirkungsvoll

nachhaltig

 

Worte

 sind oftmals

Schall und Rauch

 und

die mächtigste Droge

die wir

benutzen

 Indigonia

19.9.10 15:09


Vorboten

Heute in der Frühe...

Plötzlich lagen sie da - ohne Vorwarnung. Schwebten sanft und leise durch die Luft und landeten direkt vor meinen Füßen in unserem Garten.

Ich suchte nach Anzeichen von Krankheit oder Läusebefall. Keine Spur davon zu sehen. Sie waren einfach nur goldgelb.

Das darf doch nicht wahr sein!!!! Mich packte wilde Verzweiflung. Doch jetzt noch nicht! Dagegen muss man doch irgend etwas machen können. Mir fiel nur verwünschen, wegzaubern, auswandern und hoffen ein, dass es sich hierbei nur um ein Versehen handeln kann.

Meine Hoffnungen zerstoben, als ich dann im Sommerflieder das große Spinnennetz sah, in dem die Tautropfen um die Wette glitzerten.

Er ist bereits im Anmarsch mit Riesenschritten - offenbart uns sein Kommen. Eigentlich mag ich ihn -  aber  doch noch nicht jetzt. Schließlich ist heute erst der 21. August!!!

Kommt er halt schon ein bisserl eher, der goldene Herbst, im Gepäck die frischen Dominosteine, die ich ja so liebe und bald schon kaufen kann.

Sein Vorbote ist schon eingetrudelt und bereitet schon mal alles vor. Willkommen du Altweibersommer...
 



 

 

 

21.8.10 11:06


Politik und Trauer passen nicht zusammen

Habe mir heute Morgen kurz die Trauerfeier im TV angesehen und war unangenehm berührt.

Ich fragte mich, was Frau Merkel, das Ehepaar Wulff sowie Frau Kraft in der 1. Reihe der Trauergäste verloren hatten. Nix war meine Antwort. Hat man die Angehörigen in ein Seitenschiff der Kirche verfrachtet?

Die Familien hätten in die 1. Reihe gehört, aber das hätte dann nicht für die nötige Publicity der Politik gesorgt. Außer Frau Kraft, deren Bewegtheit nicht gespielt war, saßen die drei anderen mit aufgesetzter und nicht gerade betroffener Miene da, weil es sich halt gehört, dass bei solchen Unglücken die 1. Liga dort anstandshalber vertreten sein sollte. Was für eine Farce!

SPD-Chef Sigmar Gabriel, Jürgen Trettin von den Grünen...was wollten die da????Sie sind nicht gekommen um zu trauen, sondern weil dies eine politische Veranstaltung war. Die Menschen draußen vor dem Tunnel, im Stadion oder die Mahnwachen im Tunnel zeigten und zeigen ihre echte Trauer auf ihre Weise.
 
 
 
 
 

 
In der Kirche ging es nur darum, die Anteilnahme einiger Parteibuchinhaber/-innen zu demonstrieren.

Es hätte viele Arten gegeben - diese Kirche mit den Politikern in vorderster Reihe zu sehen, war wohl die Schlechteste von allen.

Wenn Morgen Bundestagswahl wäre, dann....

Auf der anderen Seite saßen Vertreter der Feuerwehr, der Rettungskräfte und sonstige Helfer, die vor Ort waren und ihr Bestes gegeben haben.

Die Kamera schwenkte so einige Male über die Trauergäste und ich habe keine gesehen, in deren Gesichtsmimik so richtige emotionale Trauer zum Ausdruck gebracht wurde.

So ist das im Leben. Für Diejenigen, die uns nicht persönlich nahe stehen, hält sich die wirkliche Trauer in Grenzen.

Anders sah es im Wedaustadion aus. Dort gab es viele Menschen, die Tränen vergossen haben und immer noch fassungslos sind. Das war nicht gespielt und es hat mich sehr berührt.

Heilfroh bin ich, dass meine Kinder nicht auf die Idee gekommen sind, diese Massenveranstaltung zu besuchen. Von daher kann ich das sehr gut nachempfinden, wie die Angehörigen und Freunde sich fühlen müssen.

Ich kann nur hoffen, dass wirklich eine lückenlose Aufklärung dieser Kathastrophe erfolgt - aber auch das sei dahingestellt. Wenn es um Schuldzuweisungen für die Verantwortung geht und Köpfe "rollen" und es um "Versorungsansprüche" oder "Gefängnisstrafe" gehen könnte, dann stecken doch alle unter einer Decke. Wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid und so ist es auch mit der Verantwortung. Sie wird schön zerstückelt, aufgeteilt und ist somit besser erträglich. Schlimmstenfalls verläuft alles im Sande!

Sich zu schmücken mit Ruhm und Ehre, damit hat der Mensch keine Problme. Aber etwas zuzugeben, damit tut er sich sehr schwer, zumal wenn es sich um das Eingeständnis von Fehlverhalten oder Schuld handelt. Dann steht ihm sein Ansehen und seine Wertschätzung am Nächsten.
 
Indigonia

31.7.10 19:36


Leben und Tod so nah beisammen

24. Juli 2010


 Noch ganz im Leben, so nah dem Tod verlässt du morgens fröhlich das Haus

Noch ganz im Leben, so nah dem Tod gehst du die Straßen, die auch die anderen gehen

Noch ganz im Leben wirst du übersehen

Der Ort des Frohsinns wird ganz plötzlich zum Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen gibt

Noch ganz im Leben fragst du die Welle nicht, ob sie dich wohl trägt

Du fühlst dein Herz, dass noch schlägt, doch schon in Atemnot

Den nächsten Tag erlebst du nicht

 Du kehrst nie mehr zurück nach Haus

 

Indigonia

Fazit am 25.Juli 2010

19 Tote und über 300 Verletzte

21 Tote am 21.07.2010

 

 

 

 

 

25.7.10 12:53


Namen sind Schall und Rauch

Ich habe mal darüber nachgedacht, was Namen bewirken und welchen Druck und welche Erwartung anderer sie auf uns ausüben können.

 

Namen sind Schall und Rauch

nomen est omen?

 

Wieviele Namen hat man dir gegeben?

Taufnamen, Geburtsname, Elternname, Titel, Spitzname, Ehrentitel, Berufsbezeichnung, Funktion

 

funktioniert das?

funktionierst du darum?

 

Schreibe deinen Namen in Sand

Wind geht darüber

weht sie davon

windverweht

sandgestrahlt

rein 

 

dann

lasse deine Seele fliegen!

 

 

Indigonia

18.7.10 17:13


Nachwirkungen

"Soweit die Füße tragen" war mein diesjähriges Sommerurlaubsmotto. Kein Malle-, Insel- oder Südseeurlaub - der Rheinsteig zwischen Koblenz und Wiesbaden sollte etappenweise erwandert werden.

 

 

 
 
Von 12 Etappen habe ich nur die Hälfte geschafft - warum wohl???? Bei 37 Grad im Schatten ist das Wandern nicht gerade lustvoll. Jede Etappe endet oder beginnt unten am Vatter Rhein. Die noch nicht mal spektakulären 200 - 250 Höhenmeter waren schweißtreibend und ich habe so manches Mal geflucht...! So sind es nur so um die 100 km geworden. Jedoch läuft mir ja der Rheinsteig nicht weg!

 

Im UNESCO- Welterbe des Mittelrheins ist es wirklich sehr schön. Diese Gegend kannte ich bisher nur aus dem Zugfenster auf Fahrten in den Süden. Den Rest werde ich auf jeden Fall zu einer anderen Jahreszeit, dem Herbst, erwandern.

Auf einem Teilstück des Rheinsteigs, der auf dem Loreleyfelsen beginnt, begegneten mir am Wegesrand Objekte einer koreanischen Künstlerin, die mich kreativ sehr angesprochen und inspiriert haben.

 

 

Das Objekt heißt "Grenzgänger". Auf einer Strecke von ca. 100 Metern sind alle Arten von Schuhen in der aus Schiefersteinen aufeinander gestapelten Mauer zu sehen. Alle sind mit einer Pinkfarbe besprüht und teilweise mit zweisinnigen Sprüchen in weißer Farbe versehen.

 

 

Dies Objekt trägt den Titel "Die Welt steht Kopf". Tolle Idee!!!

 

 

Weil man es schlecht lesen kann wegen der Verkleinerung hier noch einmal der Text, den ich sehr ansprechend finde. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube er stammt von Professor Harald Braem. Von ihm stammt auch das Buch "Die Macht der Farben".

 

Tausend Worte reichen nicht aus,

um den Wind beim Namen zu nennen.

Dies Haus ist kein Haus,

sondern die Summe der Träume,

die unter den rotgelben Dachschindeln lagern.

 

Wo beginnt die Mauer,

aus verlorenen Steinen gefugt,

jeder für sich ein Kleinod der Erde,

wohin führt dieser Weg,

den unzählige Füße betraten,

dass ich ihm blindlings folgen kann?

 

Alle Sprachen dieser Welt sind zu arm,

um von den Wundern zu reden,

die Wirklichkeit sind.

 

Dieses welke Blatt da,

das im unsichtbaren Luftstrom wirbelt,

als würde es tanzen...

 

Resümee:

Keine Blasen gelaufen - dafür aber am Anfang einen höllischen Muskelkater "genießen" dürfen.

Viel gesehen (Burgen, Festungen, steile Weinhänge, verschiedenartigste Schmetterlingsarten, prachtvolle Wildblumenwiesen mit meinen Lieblingsblumen: Mohn-, Kamille- und Kornblumen).

Die Stille in den Wäldern genossen!!!

Für mich einen Wein gefunden, der mir wirklich gut schmeckt und von dem ich mir eine Ration mit nach Hause genommen habe.

 

 

 

 

 

11.7.10 16:36


Hinrichtung = Mordauftrag

Dass es die Todesstrafe, -in welcher Form auch immer- überhaupt noch in den Rechtssystemen unserer heutigen Menschengemeinschaften gibt, ist schon schlimm genug!!!

Da sitzt eine durch Menschen zum Tode verurteilte Person in ihrer Zelle, ein Mörder im Mormonenstaat Utah, schon seit graumer Zeit in Sicherheitsverwahrung und wartet auf den Tag, wann es soweit sein wird.

Dann ist er gekommen! "Gnädigerweise" konnte er sich noch aussuchen, wie sein Leben ausgehaucht werden sollte, denn die nach 2004 zum Tode verurteilten können das nicht mehr. Sie sterben durch die Giftspritze, bei deren Anwendungen es bereits schon zu haarsträubenden Pannen gekommen ist. Sicherlich ein Grund mehr für ihn, sich nicht dafür zu entscheiden.

Die Vollstrecker (Handlanger der Richter) bestehen aus einem Exekutionskommando aus fünf Menschen. Gerade von denen aus Utah ist bekannt, dass sie unter Schuldgefühlen leiden. Trotzdem gibt es wohl keine Probleme Menschen zu finden, die diesen "JOB" machen wollen.

Allein sich schon diese schaurige Szenerie vorzustellen, versetzt mich in ein Grausen, sowie in Angst und Schrecken, zu was Menschen fähig sind.

Um Schuldgefühle bei den Vollstreckern zu vermeiden (was für eine Farce!!!), ist eines der Gewehre mit Platzpatronen "lediglich" geladen.

Zur Belohnung gibt es hinterher eine Medaille für "geleistete Dienste", die über normale Pflichten (wahrscheinlich dranglasieren, Mobbing und herausprügeln von Geständnissen (Folter), weil man einen Schuldigen präsentieren muss) hinausgeht.

Ich frage mich immer wieder: Wie kann sich ein Mensch überhaupt den "Beruf" eines Vollstreckers aussuchen?!? Da muss man doch ausreichende kriminelle Energien und Skrupellosigkeit in sich tragen und billigend in Kauf nehmen, dass man Menschenleben auslöscht und es müssen Menschen sein, dessen Hemmschwelle gleich Null ist.

Wir haben unzählige Beispiele in der Geschichte der Menschheit, die uns zu der Erkenntnis gelangen lässt, dass es immer wieder solche Menschen gibt, die Auftragskiller sind. Dazu gehören auch die Soldaten. Mir kann keiner erzählen, dass in den Kriegs- und Krisengebieten unserer Erde nur auf andere geschossen wird, um sein eigenes Leben und das von anderen Menschen zu verteidigen. Persönliche Hass- und Rachegefühle sind da sicherlich im Spiel und auf einen Toten oder mehr Tote kommt es dann ja nicht an...

Denjenigen, die sich wie auch immer als Vollstrecker für ein Entgelt freiwillig von anderen missbrauchen lassen (weil die angeblichen "Weißwesten dieser Erdengemeinschaft" ja Menschen für die "schmutzigen Dinge im Leben " brauchen) wünsche ich, dass sie schlaflose Nächte mit Albträumen und Depressionen, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen, bis an ihr Lebensende haben werden.
Nur die ganz Skrupellosen werden wahscheinlich ohne eigenen seelischen Schaden zu nehmen von dieser Erde durch natürlichen Tod scheiden.
 
Emnesty international ist die einzige Organisation, die sich auch für die Menschenrechte von zum Tode Verurteilten einsetzt. Die Kirchenvertreter der großen Religionsgemeinschaften dagegen bleiben stumm. Für sie scheint "hinrichten" akzeptabel zu sein, weil  das in der Geschichte der Kirchen gang und gebe war.
 
Das Kreuz wird millionenfach in der Kunst dargestellt und ist Symbol für das Christentum - darüber wird schnell vergessen, dass das Kreuz für eine der brutalsten Hinrichtungsformen steht, die sich Menschen je erdachten.
 

Vor der Hinrichtung stand die Geißelung, die nicht selten bereits zum Tod führte. Der zu Geißelnde wurde nackt auf die Erde geworfen oder an eine Säule gebunden. Als Folterwerkzeuge dienten Lederpeitschen, in deren Riemen spitze Knochen oder Metallteile eingearbeitet waren, die schon nach wenigen Schlägen die Haut aufrissen. Der Geißelung, so erzählen die Evangelien, folgte eine Verhöhnung.

Vor den Stadtmauern lag der Hinrichtungsort. "Und sie kreuzigten ihn" heißt es lapidar in den Evangelien, da die damaligen Leser das Geschehen vor Augen hatten. Konkret bedeutete dies: Das Hinrichtungsopfer musste sich auf dem Querbalken ausstrecken, damit die Henker Nägel durch seine Handgelenke treiben konnten. So befestigt wurde der Balken an einem Pfahl hochgezogen und die Füße angenagelt.

Um den Tod hinauszuzögern und damit die Qualen zu verlängern, gibt man dem Hingerichteten in der Mitte des Kreuzbalkens einen Sitzpflock als Stütze, so Ergebnisse der Bibelwissenschaft. Wurde der Sitz entfernt oder dem Gekreuzigten die Schienbeine zerschlagen, sank der Körper zusammen, und der Gekreuzigte starb einen Erstickungstod.

Den Gekreuzigten quälten Durst, rasende Kopfschmerzen und hohes Fieber. Durch die schweren Verletzungen und den starken Blutverlustes bei der Geißelung kam es zu Schockzuständen, der Kreislauf schwankte hin und her und drohte zusammenzubrechen. Die Hängelage führte zu Atemnot, die wiederum dazu zwang, sich immer wieder unter unsäglichen Qualen hochzuziehen und aufzurichten.

Nach einem Wort des römischen Philosophen Seneca geht der Gekreuzigte 'Glied für Glied' zugrunde. Für den römischen Geschichtsschreiber Tacitus ist der Tod am Kreuz eine sklavische Todesstrafe, für seinen jüdischen Kollegen Josephus die erbärmlichste aller Todesarten.

Außer in den USA wird noch in China  offiziell die Todesstrafe praktiziert.

Der Mensch ist das intelligenteste Lebenwesen dieser Erde, aber auch das, wovor man am meistens Angst haben muss...

Indigonia

 

Hinrichtungsarten im Laufe der Geschichte:

Im Christentum


 

Im Mittelalter

 

 

 

In der Neuzeit

 

im 20. und 21. Jahrhundert


 
19.6.10 12:55


kindergartenmäßig

 

 

Nun droht eine Neuwahl in NRW, weil sich abzeichnet, dass auf absehbare Zeit keine stabilen politischen Verhältnisse herrschen werden. Vehementes Beharren auf eigenen Interessen gepaart mit Arroganz und Intolleranz das ist wirklich kindergartenmäßig! Dabei spielen in diesem bühnenreifem Theaterstück "Nervenspiel um die Macht im Land" erwachsene Menschen mit - sollte man jedenfalls meinen.

In Anbetracht der desolaten Gemeindekassen ist eine forcierte Neuwahl wohl völlig unangebracht. Wenn es tatsächlich so kommen sollte, dann sollten die, die sich dafür verantwortlich zeigen, auch die Kosten für den entstehenden Verwaltungsaufwand übernehmen!

Die Wähler hatten gewählt und die Gewählten sollten verdammt noch einmal aus diesem Ergebnis was Vernüftiges zustande bringen, anstatt sich wie ungezogene Kinder zu benehmen. Sie selber muten den Bürgern, vor allem denen, die sowieso schon am Existenzminimum leben, Streichungen im Sozialbereich zu. In Anbetracht dessen ist eine Neuwahl eine unverfrorene Unverschämtheit sondergleichen.

Ich habe von Wahlen erst mal gestrichen die Nase voll, denn es geht wohl nicht darum, was der Bürger wählt, sondern wie es für die feinen Herrschaften am einfachsten ist, Macht auszuüben.  

Und wer ist mal wieder Schuld an dem Ganzen? Der dumme Wähler!!! Also geht der Tanz von vorne los....

Indigonia

 




 

 

 

12.6.10 11:39


Zeit.Zeichen



 Vergangenes in Wattebällchen gehüllt

grob und bizarr die Wirklichkeit

flüchte ich mich in Träume

durch geschlossene Augen

in den Sonnenaufgang von Morgen

Indigonia

 

 

 

29.5.10 23:53


wünschenswert...

...und doch nicht so einfach zu leben. Nachfolgende  Sätze  zum Thema Liebe habe ich vor kurzem im Radio gehört. Ich habe sie nicht nur gehört, sondern sie sind so nachhaltig und nachvollziehbar, dass sie es verdienen, darüber mal nachzudenken. Vielleicht bewirken sie bei euch auch etwas...
 
 

 
 
"Ich möchte dich lieben, ohne dich einzuengen;

dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten;
dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen;

zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen;

dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen;

dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen;

von dir Abschied nehmen, ohne Wesentliches versäumt zu haben;

dir meine Gefühle mitteilen, ohne dich für sie verantwortlich zu machen;

dich informieren, ohne dich zu belehren;

dir helfen, ohne dich zu beleidigen;

mich um dich kümmern, ohne dich ändern zu wollen;

mich an dir freuen, so wie du bist. Wenn ich von dir das Gleiche bekommen kann,

dann können wir uns wirklich begegnen und uns gegenseitig bereichern."
15.5.10 14:31


Muttertag im wahrsten Sinne des Wortes

 

 

Mutter steht am Muttertag wie jeden Tag in der Küche, während es sich ihre Lieben gemütlich machen...

 

 

 

Wenn alle satt sind und sich ihren Hobbys hingeben, ist sie wie immer in ihrem Reich und schafft Ordnung...

 

 

Wenn sie schon alt, klapperig und senil ist, dann wird selbst der halbjährliche Pflichtbesuch im Altenheim zur Last...

 

 

 

Und dann kommt irgendwann der Tag, an dem sich ihre Kinder fragen: "Warum hat sie sich auch nie mal Ruhe gegönnt zwischendurch? Sie war immer für uns da!!!...

Und was lehrt uns die Geschicht? 

Mutter sein, das lohnt sich nicht...

9.5.10 16:44


Den Schweinhund überwinden

An jedem Morgen und jedem Abend sind sie wieder zu sehen - die Jogger. Täglich werden es mehr. Darunter sind keineswegs nur geübte Sportler, sondern auch solche, die sich sozusagen nur vorwärts schleppen.

Jeder Schritt wirkt fast wie ein Aufraffen und Hinsinken.

 

 

Das Erschöpfungsleiden steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Aber gerade deshalb schätze ich sie am meisten. Denn im Ausdauersport gilt ebenso wie bei allen größeren Anstrengungen im Leben: je schwieriger die Selbstüberwindung, je schmerzhafter das Zähnezusammenbeißen, desto wertvoller ist die Leistung.

Ich jogge zwar nicht, aber beiße auch die Zähne zusammen, wenn ich mit dem Rad morgens den langen Anstieg über die Autobahnbrücke vor mir habe...

 

 

Oben angekommen klopfe ich mir dann in Gedanken auf die Schulter und flüstere mir leis ins Ohr: Geht doch!!!

Das Herz fast aus dem Körper springt

Oberschenkel zittern um die Wette

Mein Atem mir im Ohre klingt

Mich sehnts nach meinem Bette

 

 

30.4.10 18:47


Irritation

 

 

 

 

 

Als die ersten Handys auf den Markt kamen, waren sie nicht nur riesig, sondern auch teuer und somit für manch`einen ein Statussymbol.

Es gab sogar Zeitgenossen/-innen, die mit Handy-Attrappen so taten, als gehörten sie zum Handy-Jetset. Heute ist es schwer, mit dem Handy zu protzen. Im Restaurant ist es sogar verpönt. Und überhaupt - der Handy-Jetset von heute telefoniert mit Headset. 

Gestern sah ich so ein Headset-Jetset-Prachtexemplar im Straßencafè. Aber eine gute Figur machte er nicht. - trotz Armani-Anzug und Ray-Ban-Sonnenbrille.

Irgendwie sieht jeder blöd aus, der allein am Tisch sitzt, halblaut vor sich hinbrabbelt und sich zwischendurch scheinbar unmotiviert mit beiden Händen vor Lachen auf die Schenkel klopft...

Indigonia

 

 

16.4.10 16:52


Traurig, aber leider Realität...

...was der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck da in der ARD-Talkshow bei Anne Will von sich gegeben hat. "Homosexualität zu leben, sei Sünde".

 


 

Sexualität, und erst gar die gleichgeschlechtliche, ist für die Kirche seit jeher ein Tabu. Sie ist eine Sünde und Abscheulichkeit, die bis in unsere heutige Zeit sogar mit konkreten Katastrophen in Verbindung gebracht wird.

Was für ein abstruses menschenverachtendes Gedankengut!!! Es ist ja schon ein Wunder, dass O. nicht die Ermordung von Schwulen und Lesben fordert; denn die wird nicht nur von Gottes Prophet Mose vorgeschrieben, sondern auch von Apostel Paulus.

Man stelle sich vor, die Kirche könnte noch das machen, was sie mal durfte. Dann würden alle Gleichgeschlechtlichen, wenn sie Glück hätten, öffentlich gezüchtigt - wohl eher aber getötet.

Dürfen heterosexuelle Paare, die wissen, dass sie biologisch keine Kinder bekommen können, keinen Sex haben, weil er ja Sünde ist?

Wer auch immer dafür verantwortlich ist, dass es uns Menschen gibt, hat uns so geschaffen, wie wir sind - mit all den Facetten von Liebe und Neigungen.

Angesichts der vielen Missbrauchsfälle innerhalb der rk Kirche, die jetzt bekannt wurden und sicherlich noch werden, ist das ganze Gerede der Kirchenvertreter eine einzige Farce und Heuchelei. Aber die "harte Linie" wird ja auch allen schwarzen Schafen gegenüber vertreten, die nun aus der Kirche verbannt werden. Oder warten wir auch noch in 10 Jahren auf die Schwemme arbeitsloser konfessionsloser Theologen?

Glaubwürdige Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 20 Prozent der römisch-katholischen Priester homosexuell sind - was nicht unbdingt heißen muss, dass diese Neigung auch ausgelebt wird.

Die Theologin Uta Ranke-Heinemann hat die katholische Kirche einmal als "ideales Biotop" für Schwule bezeichnet.

 


 

Wer nicht bereits schon aus der katholischen Kirche ausgetreten ist, der sollte es schleunigst tun, was jedoch nicht bedeuten muss, den Glauben an Gott oder wen auch immer aufzugeben.

Und....glauben heißt ja bekanntlich nicht wissen!!!

In diesem Sinne...

Indigonia

 

 

13.4.10 10:08


Immer wieder

Auf welches Datum eines jeden Jahres fällt das Osterfest? Woran kann man sich immer orientieren?

Ich wünsche denen, die hier ab und zu reinschauen auf jeden Fall schöne Osterfeiertage - wie auch immer!

 


 

 

30.3.10 23:24


Die Suche

 

Rene Margitte

 

 Wer auch immer ich bin

irgendwie habe ich mich aufgemacht 

auf einen Weg

mich selbst zu entdecken.

 

Gebe mich nicht zufrieden

mit Begrenzungen und der Enge

von Erziehung, Bildung und etablierten Religionen.

 

Suche nach mehr

ganz wach, sehr klar, lebendig

auch widerständig 

in Gesellschaft und Welt.

 

Kostbar ist die Suche

trägt Würde und Schönheit

es ist das Leben in mir

was mich selbst ruft...

 Indigonia

 

 

 

27.3.10 18:23


Man kann auch anders...

 

 

Mir scheint, dass wir Menschen immer mehr Datenverarbeitungsprozessen gleichen. Nur noch Hektik und Stress wohin man schaut.

Wo ist die Freude, wo das Wohlfühlgefühl? Sie haben sich hinter Schloss und Riegel selber ausgesperrt - verkrochen in Kerkern.

Die Begeisterung für so manche Dinge ist auf unbestimmte Reise gegangen an Orte, die nur schwer zugänglich sind.

Auch die Leidenschaft hat sich still und leise davon gemacht - die wilden Zeiten für immer vorbei.

Behäbigkeit macht sich breit  und wir verweilen viel zu lange in den Misthaufen von Enttäuschungen und Funktionen.

Wir sind Weltmeister darin, die Ritzen, Fugen und Risse des Lebens gerne mit Bedeutungslosigkeit auszukleiden, damit wir nach außen hin heil erscheinen. Ja nicht auffallen lautet die Devise! Es könnte uns ja von Nachteil sein. Den Schein zu wahren hat erste Priorität.

So stopfen, schmieren und kleben wir unaufhörlich all die Risse, Fugen und Ritzen und spielen tagtäglich im Theater unseres Lebens kräftezehrend die Hauptrolle je nach Bedarf...

Indigonia

 

 

 

 

 

18.3.10 22:08


mit sich sein

 

 

Georges Seurat

 

Alleine sein - ist dieser Zustand erstrebenswert oder eher mit Angst beladen?

Mich persönlich beflügelt dieser Gedanke, ist nicht unangenehm und vermittelt mir ein gewisses Gefühl der Freiheit. Ja, ich genieße diese Zeiten, wo ich nur mit mir sein kann.

Aber wer muss denn schon alleine sein? Alleine ist doch nur der, der weder geliebt wird noch eine innere Verbundenheit mit niemandem teilt, der einsam ist.

Während Einsamkeit dazu führen kann, dass  die Seele erkrankt, kann man das bewusste Alleinsein dazu nutzen, uns sich selbst näher zu kommen.

Was bedeutet das Alleinsein für manche Menschen und warum ist es offensichtlich so schwer, damit umzugehen?

In meinem näheren Dunstkreis gibt es Menschen, die ständig einen Impuls brauchen, jemanden der um sie herum ist. Die nicht atmen können, wenn sie niemanden neben sich atmen hören, die nichts mit sich anzufangen wissen - in jedem Raum, zu jeder Zeit, an jedem Ort.

Ich brauche das mit mir sein und gönne es mir, wenn mir danach ist. Ständiges Beisammensein, eins sein mit dem Partner, alles zusammen teilen, zu sehen, zu hören, ständige Anwesenheit tagaus tagein.

Eine Bewusstseinsbremse und Inspirationsnarkose, so empfinde ich das, wenn das eigene ICH auf der Strecke bleibt...

14.3.10 00:03


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