INDIGONIA

 

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*Das Malen und Schreiben eigener Inspirationen sind meine Musen.

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Hinrichtung = Mordauftrag

Dass es die Todesstrafe, -in welcher Form auch immer- überhaupt noch in den Rechtssystemen unserer heutigen Menschengemeinschaften gibt, ist schon schlimm genug!!!

Da sitzt eine durch Menschen zum Tode verurteilte Person in ihrer Zelle, ein Mörder im Mormonenstaat Utah, schon seit graumer Zeit in Sicherheitsverwahrung und wartet auf den Tag, wann es soweit sein wird.

Dann ist er gekommen! "Gnädigerweise" konnte er sich noch aussuchen, wie sein Leben ausgehaucht werden sollte, denn die nach 2004 zum Tode verurteilten können das nicht mehr. Sie sterben durch die Giftspritze, bei deren Anwendungen es bereits schon zu haarsträubenden Pannen gekommen ist. Sicherlich ein Grund mehr für ihn, sich nicht dafür zu entscheiden.

Die Vollstrecker (Handlanger der Richter) bestehen aus einem Exekutionskommando aus fünf Menschen. Gerade von denen aus Utah ist bekannt, dass sie unter Schuldgefühlen leiden. Trotzdem gibt es wohl keine Probleme Menschen zu finden, die diesen "JOB" machen wollen.

Allein sich schon diese schaurige Szenerie vorzustellen, versetzt mich in ein Grausen, sowie in Angst und Schrecken, zu was Menschen fähig sind.

Um Schuldgefühle bei den Vollstreckern zu vermeiden (was für eine Farce!!!), ist eines der Gewehre mit Platzpatronen "lediglich" geladen.

Zur Belohnung gibt es hinterher eine Medaille für "geleistete Dienste", die über normale Pflichten (wahrscheinlich dranglasieren, Mobbing und herausprügeln von Geständnissen (Folter), weil man einen Schuldigen präsentieren muss) hinausgeht.

Ich frage mich immer wieder: Wie kann sich ein Mensch überhaupt den "Beruf" eines Vollstreckers aussuchen?!? Da muss man doch ausreichende kriminelle Energien und Skrupellosigkeit in sich tragen und billigend in Kauf nehmen, dass man Menschenleben auslöscht und es müssen Menschen sein, dessen Hemmschwelle gleich Null ist.

Wir haben unzählige Beispiele in der Geschichte der Menschheit, die uns zu der Erkenntnis gelangen lässt, dass es immer wieder solche Menschen gibt, die Auftragskiller sind. Dazu gehören auch die Soldaten. Mir kann keiner erzählen, dass in den Kriegs- und Krisengebieten unserer Erde nur auf andere geschossen wird, um sein eigenes Leben und das von anderen Menschen zu verteidigen. Persönliche Hass- und Rachegefühle sind da sicherlich im Spiel und auf einen Toten oder mehr Tote kommt es dann ja nicht an...

Denjenigen, die sich wie auch immer als Vollstrecker für ein Entgelt freiwillig von anderen missbrauchen lassen (weil die angeblichen "Weißwesten dieser Erdengemeinschaft" ja Menschen für die "schmutzigen Dinge im Leben " brauchen) wünsche ich, dass sie schlaflose Nächte mit Albträumen und Depressionen, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen, bis an ihr Lebensende haben werden.
Nur die ganz Skrupellosen werden wahscheinlich ohne eigenen seelischen Schaden zu nehmen von dieser Erde durch natürlichen Tod scheiden.
 
Emnesty international ist die einzige Organisation, die sich auch für die Menschenrechte von zum Tode Verurteilten einsetzt. Die Kirchenvertreter der großen Religionsgemeinschaften dagegen bleiben stumm. Für sie scheint "hinrichten" akzeptabel zu sein, weil  das in der Geschichte der Kirchen gang und gebe war.
 
Das Kreuz wird millionenfach in der Kunst dargestellt und ist Symbol für das Christentum - darüber wird schnell vergessen, dass das Kreuz für eine der brutalsten Hinrichtungsformen steht, die sich Menschen je erdachten.
 

Vor der Hinrichtung stand die Geißelung, die nicht selten bereits zum Tod führte. Der zu Geißelnde wurde nackt auf die Erde geworfen oder an eine Säule gebunden. Als Folterwerkzeuge dienten Lederpeitschen, in deren Riemen spitze Knochen oder Metallteile eingearbeitet waren, die schon nach wenigen Schlägen die Haut aufrissen. Der Geißelung, so erzählen die Evangelien, folgte eine Verhöhnung.

Vor den Stadtmauern lag der Hinrichtungsort. "Und sie kreuzigten ihn" heißt es lapidar in den Evangelien, da die damaligen Leser das Geschehen vor Augen hatten. Konkret bedeutete dies: Das Hinrichtungsopfer musste sich auf dem Querbalken ausstrecken, damit die Henker Nägel durch seine Handgelenke treiben konnten. So befestigt wurde der Balken an einem Pfahl hochgezogen und die Füße angenagelt.

Um den Tod hinauszuzögern und damit die Qualen zu verlängern, gibt man dem Hingerichteten in der Mitte des Kreuzbalkens einen Sitzpflock als Stütze, so Ergebnisse der Bibelwissenschaft. Wurde der Sitz entfernt oder dem Gekreuzigten die Schienbeine zerschlagen, sank der Körper zusammen, und der Gekreuzigte starb einen Erstickungstod.

Den Gekreuzigten quälten Durst, rasende Kopfschmerzen und hohes Fieber. Durch die schweren Verletzungen und den starken Blutverlustes bei der Geißelung kam es zu Schockzuständen, der Kreislauf schwankte hin und her und drohte zusammenzubrechen. Die Hängelage führte zu Atemnot, die wiederum dazu zwang, sich immer wieder unter unsäglichen Qualen hochzuziehen und aufzurichten.

Nach einem Wort des römischen Philosophen Seneca geht der Gekreuzigte 'Glied für Glied' zugrunde. Für den römischen Geschichtsschreiber Tacitus ist der Tod am Kreuz eine sklavische Todesstrafe, für seinen jüdischen Kollegen Josephus die erbärmlichste aller Todesarten.

Außer in den USA wird noch in China  offiziell die Todesstrafe praktiziert.

Der Mensch ist das intelligenteste Lebenwesen dieser Erde, aber auch das, wovor man am meistens Angst haben muss...

Indigonia

 

Hinrichtungsarten im Laufe der Geschichte:

Im Christentum


 

Im Mittelalter

 

 

 

In der Neuzeit

 

im 20. und 21. Jahrhundert


 
19.6.10 12:55
 


bisher 13 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Elli (20.6.10 09:45)
wenns doch nur die amis und chinesen wären:
in ihrem jährlichen todesstrafenreport hat amnesty international mindestens 714 hinrichtungen 18 ländern festgestellt.
alleine im mai 2010 sah die statistik so aus:
china 102
iran 22
libyen 18
palästina 3
somalia 2
usa 9

folgende karte zeigt, wie die länder der erde mit der todesstrafe umgehen.


und völlig vergessen:
im noch heute zu findenden artikel 21 der hessischen verfassung vom 1. dezember 1946 steht:

ist jemand einer strafbaren handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf grund der strafgesetze durch richterliches urteil die freiheit und die bürgerlichen ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden. bei besonders schweren verbrechen kann er zum tode verurteilt werden.

erklärt sich geschichtlich: die hessische verfassung ist älter als das grundgesetz. und damals war die todesstrafe kein ungewöhnliches strafmaß.

gilt aktuell gerade wieder für


Indigonia (20.6.10 14:35)
Elli,
hast also die "Verfolgung" doch noch nicht aufgegeben....

Natürlich wird auch noch in anderen Staaten dieser Welt die Todesstrafe durch den Staat angeordnet und praktiziert. In China ist es ganz schlimm!!! Dort werden lt. Statistik mehr Menschen exekutiert, als in allen andern Ländern dieser Welt.

Aber es gibt auch Fortschritte zur Abschaffung der Todesstrafe zu verzeichnen, was in dem Bericht von emnesty international nachzulesen ist.

Wer es möchte und wen es interessiert, der sollte es tun! Ohne diese Organisation und die bereits bestehenden internationalen Abkommen sähe es noch viel dramatischer aus.

http://www.amnesty.at/uploads/tx_amnesty/Folder_wenn_der_staat_toetet_01.pdf

Über deine praktizierte "Verfolgung" habe ich mich gefreut!!!!


zurken (20.6.10 21:18)
Die Kreuzigung haben die Römer praktiziert.


Indigonia (20.6.10 22:22)
Die ersten Kreuzigungen fanden schon sehr viel früher auch in anderen Ländern statt.

Wenn du das nachlesen möchtest:

http://dasdokuarchive.freeforums.org/post16231.html


Elli (21.6.10 09:46)
und so geht`s:

[ a href="http://www.vuvuzela-time.co.uk/www.myblog.de/indigonia" ]dieser [/a ]

ersetze die eckigen klammern [ ] durch spitze klammern < >

und schon sieht das ganze so aus.

das erspart mir die kopiererei


zurken (21.6.10 15:42)
Ich meinte: Du schreibst oben über das Bild mit dem Kreuz: "Im Christentum". Das Kreuz war aber NICHT die christliche, sondern die römische Hinrichtung. Christen haben verbrannt, erstickt, aufs Rad usw.


Indigonia (21.6.10 19:29)
Ist doch jetzt egal....jedenfalls habe alle gemordet nach Lust und Laune und das auf schlimmste Weise!

Das Morden/Ekekutieren erfreut sich nach wie vor bestimmter Menschen, die meinen, sich über das Recht auf Leben hinwegsetzen zu können und das ohne jegliches schlechtes Gewissen...


zurken (22.6.10 10:05)
Naja, aber man muss doch korrekt....

Öh: das Exekutieren erfreut sich Menschen? Du meinst, bestimmte Menschen erfreuen sich, andere zu ermorden? Ich glaube auch, dass die das mit Lust machen. Eine menschliche Eigenschaft. Kriegt man wahrscheinlich nicht raus.


(22.6.10 11:41)
Gut, dass du ein aufmerksamer Leser bist und diese Verdrehung aufgedeckt hast....;-)))

Tiere morden ja auch. Einmal, um was in den Magen zu bekommen (egal ob Fleisch oder Pflanzen) und dann auch noch aus Geltungssucht und Machtgehabe (Rudelführung). Wahrscheinlich kennen sie auch die Eifersucht...;-)

Mensch und Tier zeigen oft die gleichen Verhaltsweisen.


Indigonia (22.6.10 19:50)
Das war ich!;-)


Elli (23.6.10 08:40)
wenn das so ist, schon immer so war und sowieso nur alles an den genen liegt....
warum regen sich dann alle darüber auf?


zurken (23.6.10 10:12)
Ist das Essen von Pflanzen auch Mord?

Ich hab mal angefangen, fleischlos zu essen, aber nur paar Wochen durchgehalten. In der Tafel war auch mal einer. Aber das ist sehr schwierig. Auf Reisen müsste ich mich komplett selbst versorgen. Nomadenvölker wie die Kirgisen leben fast ausschließlich von Fleisch. In der Mongolei soll es nur in der Hauptstadt Gemüse zu kaufen geben.


Indigonia (23.6.10 11:37)
Elli,
weil wir uns eben von den Tieren unterscheiden. Ein Tier macht sich keine Gedanken darüber, ob es gut oder schlecht ist einem anderen Lebenwesen weh zutun oder es zu zerstören/töten. Ein Tier oder eine Pflanze haben kein Gewissen!!!

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